Warum es still wurde... Der Raum dazwischen
Es gab eine Zeit, da war es hier laut. Wurzelglanz war ein fließender Strom, getragen von dem, was durch mich Ausdruck finden wollte.
Und dann wurde es still.
Ein leiser Ruf nach innen.
Vielleicht kennst du diese Räume:
wenn etwas, das lange selbstverständlich war, plötzlich innehält.
Wenn das Alte nicht mehr ganz passt,
das Neue aber noch keine Form angenommen hat.
Genau dort bin ich jetzt.
Im Raum dazwischen.
Ein Raum, der sich nicht planen lässt.
Der keine To-Do-Liste kennt.
Der nicht fragt, wie produktiv du bist oder wie sichtbar.
Sondern nur:
Bist du bereit zu fühlen, was sich gerade wirklich zeigt?
In dieser Zeit hat sich der Fokus verschoben.
Eine erneute Schwangerschaft.
Ein neues Leben, das nicht nur in meinem Körper wächst,
sondern auch meine Wahrnehmung, meine Prioritäten, meine Energie verändert.
Und mit ihr kamen Fragen:
Was darf bleiben?
Was möchte gehen?
Was entsteht gerade jenseits von dem, was ich kenne?
Wurzelglanz war nie nur ein Projekt.
Es war immer ein Ausdruck eines inneren Zustands.
Und dieser Zustand hat sich gewandelt.

Nicht jede Phase ist dafür gemacht, im Außen sichtbar zu sein.
Manche sind dafür da, im Stillen Wurzeln zu vertiefen.
Uns zurückzuführen in eine Wahrheit,
die nicht laut ist,
aber dafür tragend.
Diese Stille ist kein Stillstand.
Sie ist ein Übergang.
Ein Erinnern daran, dass Wachstum nicht immer nach außen strebt.
Dass sich vieles im Verborgenen zeigt,
bevor es wieder Form annimmt.
Und vielleicht ist genau das der Kern:
Dass wir nicht ständig „sein“ müssen.
Sondern auch werden dürfen.
Uns ent-wickeln dürfen 🐛
Ich weiß noch nicht, in welcher Form Wurzelglanz sich in kurzfristiger Zukunft weiter zeigen wird.
Aber ich spüre, dass etwas da ist.
Und bis dahin bleibt dieser Raum.
Der Raum dazwischen.