Warum es still wurde - der Raum dazwischen

Es gab eine Zeit, da war es hier laut. Nicht im äußeren Sinne, sondern in diesem lebendigen Puls aus Worten, Bildern, Impulsen. Wurzelglanz war ein fließender Strom – getragen von dem, was durch mich hindurch wollte.


Und dann wurde es still.


Nicht abrupt. Nicht erklärbar. Eher wie ein sanftes Zurückziehen der Gezeiten.
Ein leiser Ruf nach innen.


Vielleicht kennst du diese Räume –
wenn etwas, das lange selbstverständlich war, plötzlich innehält.
Wenn das Alte nicht mehr ganz passt,
das Neue aber noch keine Form hat.

Genau dort bin ich.

 

Im Raum dazwischen.


Ein Raum, der sich nicht planen lässt.
Der keine To-do-Liste kennt.
Der nicht fragt, wie produktiv du bist oder wie sichtbar.

Sondern nur:
Bist du bereit zu fühlen, was sich gerade wirklich zeigt?


In dieser Zeit hat sich vieles verschoben.
Nicht unbedingt im Außen sichtbar –
aber tief in den Schichten darunter.


Eine erneute Schwangerschaft.
Ein neues Leben, das nicht nur in meinem Körper wächst,
sondern auch meine Wahrnehmung, meine Prioritäten, meine Energie verändert.

 

Und mit ihr kamen Fragen:

Was darf bleiben?
Was möchte gehen?
Was entsteht gerade jenseits von dem, was ich kenne?


Es sind keine schnellen Antworten.
Eher leise Ahnungen.

Wurzelglanz war nie nur ein Projekt.
Es war immer ein Ausdruck eines inneren Zustands.


Und dieser Zustand hat sich gewandelt.

Feiner geworden.
Ruhiger.
Ehrlicher.


 

Nicht jede Phase ist dafür gemacht, sichtbar zu sein.
Manche sind dafür da, Wurzeln zu vertiefen.

Uns zurückzuführen in eine Wahrheit,
die nicht laut ist –
aber tragend.


Diese Stille ist kein Verlust.
Sie ist ein Übergang.

Ein Erinnern daran, dass Wachstum nicht immer nach außen strebt.
Dass sich vieles im Verborgenen vollzieht,
bevor es wieder Form annimmt.


Und vielleicht ist genau das der Kern:

Dass wir nicht ständig „sein“ müssen.
Sondern auch werden dürfen.


Langsam.
Unperfekt.
Echt.


Ich weiß noch nicht, in welcher Form Wurzelglanz sich in kurzfristiger Zukunft weiter zeigen wird.
Aber ich spüre, dass etwas da ist.

Noch zart.
Noch unfertig.
Aber lebendig.


Und bis dahin bleibt dieser Raum –
nicht leer,
sondern voller Möglichkeiten.


Der Raum dazwischen.

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